Sofern eine Vielzahl der Symptome einer Rechenschwäche bei einem Kind vorliegt, führen wir qualitative und förderdiagnostische Untersuchungen durch, um möglichst frühzeitig festzustellen, wo die Gründe für die Schwierigkeiten liegen und welche Fördermaßnahmen erforderlich sind. Für eine erfolgreiche Behandlung ist die Früherkennung der Rechenschwäche von großer Bedeutung. Dabei finden wir heraus, ob und in welchem Ausmaß eine Rechenschwäche vorliegt und welche Ursachen die Rechenschwierigkeiten haben. Wir untersuchen, ob das Kind Schwierigkeiten bei pränumerischen Basiseinsichten, beim Relationsverständnis, bei der Mengen- und Zahlbegriffsbildung oder beim Operations- und Stellenwertverständnis hat. Im Rahmen einer qualitativen Fehleranalyse wird aufgedeckt, welche mathematischen Vorstellungswelten und verfestigte subjektive Algorithmen das Kind bis zum aktuellen Schulstoff entwickelt hat. Die Untersuchung des Kindes dauert etwa zwei Stunden.

Weiterhin wird die psychosoziale Gesamtsituation des Kindes in die Untersuchung mit einbezogen. Um den Problemen des Kindes und der Familie gerecht zu werden, beinhaltet die Diagnostik Aspekte des schulischen Lernumfelds sowie der familiären Situation, da diese für die Entwicklung der Rechenschwäche wie für den Verlauf einer Förderung oder Lerntherapie mit entscheidend sind.

Ziel der Untersuchung ist es, festzustellen, welche Art von Förderung sinnvoll ist und wo diese anzusetzen hat. Die Ergebnisse bilden die Grundlage für den jeweils individuell zu erstellenden Therapieplan.

Auf Basis dieser Untersuchungsergebnisse führen wir mit den Eltern (und ggf. mit den Lehrern) ein ausführliches Beratungsgespräch durch. Auf Wunsch der Eltern kooperieren wir mit Lehrern, Kinderärzten, Erziehungsberatungsstellen, Schulpsychologen und anderen Stellen.